Schiedsrichter bereiten sich auf Rückrunde vor

Ein ziemlich sportliches Wochenende verbrachten die Schiedsrichter des Kreises Soest jetzt im Sport- und Tagungszentrum Hachen. Der Lehrgang sollte den Referees zur Vorbereitung auf die frisch gestartete Rückrunde sowie die anstehenden Prüfungen des Kreises und beim Verband in Kaiserau dienen.

Organisator Oguzhan Yüksekkaya vom Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss (KSA) zog am Sonntag eine positive Bilanz: „Wir können sehr zufrieden sein. Alle Teilnehmer haben sich sehr diszipliniert verhalten und hatten dabei auch ihren Spaß.“ Gerade das Teambuilding durfte natürlich nicht zu kurz kommen. In der Gruppe waren Alters- und Spielklassen daher in einer guten Mischung vertreten. Und auch die Aktiven konnten einiges an neuem Wissen aus der Veranstaltung mitnehmen.

Eingeladen waren alle auf Verbandsebene pfeifenden Schiedsrichter, aber auch diejenigen mit Ambitionen. Zudem nahmen neben erfahrenen Schiedsrichtern einige teil, die erst in den vergangenen zwei Jahren ihre Anwärterprüfung bestanden haben, denen der KSA aber bereits den Sprung in höhere Klassen zutraut. Von B-Jugend Kreisliga bis Herren Westfalenliga und von 15 bis 57 Jahren war somit ein guter Mix garantiert. Mit Geena Schlüter-Isenbeck (18) war auch eine talentierte Schiedsrichterin dabei.

Die Lehrwarte Marcel Voß und Christopher Schütter stellten die Regelkenntnisse der 23 Unparteiischen mit zwei anspruchsvollen Fragebögen auf den Prüfstand. Neben einer Video- und einer Assistenten-Schulung konnte außerdem auch Verbandslehrwart Markus Häbel aus Herne als Referent gewonnen werden, der mit seinem Vortrag über Persönlichkeit und Selbstvertrauen als Höhepunkt des Wochenendes galt. Am Samstag analysierten die Referees das Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und dem BVB aus Dortmund.

Um in der Praxis auf dem Platz auch den körperlichen Anforderungen standzuhalten, waren im Programm von Freitagabend bis Sonntagmittag mehrere Sporteinheiten vorgesehen. Dabei stellten die Schiris ihr eigenes Fußball-Talent mehr oder weniger unter Beweis, indem sie selbst in der Halle kickten. Am Samstagmorgen mussten sie schon um 6 Uhr aufstehen und sich einem frühen Intervalllauf sowie Sprints stellen.

Ebenfalls sehr anstrengend war das Spiel zur gleichnamigen Show „Takeshi’s Castle“, bei der die Teilnehmer einen Parcours bewältigen mussten, während sie mit Bällen abgeworfen wurden. Durch den Wechsel der zwei Teams wurden Beweglichkeit, Reflexe, Arme und Beine gleichermaßen trainiert – darüber hinaus sorgte es für jede Menge Unterhaltung. Den Muskelkater konnten die meisten Schiedsrichter am Sonntagnachmittag bei ihren Spielen wieder weglaufen.

„Wir sind hier wieder ein ganzes Stück zusammengewachsen“, zeigte sich der KSA-Vorsitzende Siegfried Reffelmann bei der abschließenden Feedback-Runde zufrieden. Er begleitete den Lehrgang ebenso wie der Kreisvorsitzende Gerald Bankamp. Nur durch solche Aktionen könne man die „Mannschaft der Einzelkämpfer“ auf Dauer stärken und das Schiedsrichter-Ehrenamt sichern. Eine ähnliche Durchführung soll demnächst jährlich wiederholt werden.