Lebhafter Info-Abend

Der FLVW-Kreis Soest und der Kreissportbund informierte kürzlich über „Steuern und Buchführung“.

Dabei begrüßten Kreisvorsitzender Gerald Bankamp und Richard Horstmann vom Qualifizierungsausschuss den Referent Patrick Busse am Ardey.

Wenn man an das Thema „Steuern, Gemeinnützigkeit und Spenden im Sportverein“ denkt, verspricht man sich zunächst eigentlich viel trockene Theorie. Im Gegenteil! Einen sehr lebhaften Infoabend beim KSB und FLVW-Kreis gab es vergangene Woche im Sportheim am Ardey in Soest. Und das verdankten die Teilnehmer Patrick Busse, Geschäftsführer vom TV Lemgo. Er schaffte es, spannend über Zahlen, Listen und Statistiken zu berichten. Er sagt: „Es ist zwar eine sehr komplexe Materie, kann aber auch eine Menge Spaß machen.“

Bei seiner Erklärung vergleicht Busse den Umgang mit Buchführung immer gern mit Klavierspielen. Denn da habe man ebenfalls viele Tasten vor sich und müsse sich an die Regeln halten. „Doch wer die Tasten richtig bedient, erhält eine schöne Melodie!“ Ebenso ist es möglich, die Arbeit mit Freude zu erledigen, wenn man den richtigen Durchblick behält.

Das behandelte Feld reichte von Finanzmanagement über steuerliche Zusammenhänge bis hin zur Buchführung. Grobe Aufteilung war aber zwischen Steuern und Gemeinnützigkeit.

Es gibt vier steuerrechtliche Tätigkeitsbereiche im Verein. Jeder Cent, der in den Verein fließt, muss in einem dieser Bereiche korrekt verbucht werden. Die Frage ist: In welchem?

Die Teilnehmer merkten schnell, dass der Abend nicht langweilig werden sollte. Busse trat nicht als Paragrafen-Reiter auf, sondern als Geschäftsführer eines echten Großvereins – das heißt auch, dass er das Alltagsgeschäft kennt und das Vereinsleben sowie den finanziellen Umgang.

Ein Beispiel seinerseits ist oft eine Getränkekiste. Ob sie verkauft, von Spielern getrunken oder an den Vorstand gegeben wird – jedes Mal muss es anders verbucht werden.

Die Zielgruppe waren prinzipiell Schatzmeister, Kassierer oder Geschäftsführer, so war das Publikum auch zusammengesetzt. Von Reitverein bis Reha-Gruppe fanden sich ganze 25 Vereine aus dem gesamten Kreis ein.

Die dreieinhalb Stunden waren sehr schnell um; für jeden war etwas dabei und es gab durchaus positives Feedback.